Eingangsklassen

In den Jahrgängen 5 und 6 lernen die Kinder gemeinsam in Klassen mit in der Regel bis zu 23 SchülerInnen. Jede Klasse wird von einem Klassenteam aus vier Personen geleitet. Dazu gehören zwei TutorInnen (KlassenlehrerInnen), eine SozialpädagogIn und eine SonderpädagogIn.

Eine Besonderheit erproben wir gerade im aktuellen Jahrgang 5. Dort haben nämlich drei Sozialpädagoginnen eine gemeinsame Jahrgangszuständigkeit für den gesamten Jahrgang 5 inne und unterstützen sich gegenseitig in ihrer Arbeit.

Zur Zeit gibt es in Jahrgang 5 sieben verschiedene Eingangsklassen mit ihren eigenen Schwerpunkten und Themen: Mathematik, MINT, Welt, Englisch, Kunst, Sprache und Gesundheit.

In welche Klasse ein Kind kommt, hängt davon ab, für welche Themen es sich in den Eingangsgesprächen, zu denen Eltern und ihre Kinder eingeladen werden, interessiert und ob schul- und klassenorganisatorische Aspekte ausreichend berücksichtigt werden.

Der Unterricht an unserer Schule findet überwiegend in Doppelstunden statt. Zum Thema einer Eingangsklasse gibt es pro Woche zwei Stunden zusätzlichen Unterricht. Dieser Eingangsunterricht wird nicht benotet und bietet, frei vom Notendruck, inhaltliche und didaktische Gestaltungsspielräume.

 

Eingangsklasse „Mathematik“:

In der Eingangsklasse „Mathematik“ können die SchülerInnen erleben, dass Mathematik lebendig, spannend und nützlich für den Alltag ist – beim Einkaufen, beim Planen einer Reise oder beim Nachdenken über Umwelt und Technik.

Deshalb sollen sich die SchülerInnen immer wieder mit Alltagsproblemen auseinandersetzen, bei denen man kreativ nach eigenen Lösungen suchen muss. Dabei werden mathematische Inhalte aus der Grundschule aufgegriffen, wiederholt, gefestigt und vertieft. Darüber hinaus sollen die SchülerInnen mathematische Sprachbildung erfahren, indem sie zum Beispiel Texten den mathematischen Gehalt entnehmen oder ihren Wortschatz um mathematische Fachbegriffe erweitern.

Methodisch sollen die SchülerInnen abwechslungsreich in verschiedenen Sozialformen, mit Hilfe von Lernspielen und digital mit der Anton App und / oder Bettermarks lernen.

 

Eingangsklasse „MINT“:

„MINT“ steht für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“ – vier Bereiche, die in unserer modernen Welt von zentraler Bedeutung sind.

Die SchülerInnen sollen unter anderem lernen, wie WissenschaftlerInnen und ForscherInnen arbeiten, wie man zielführende Fragen stellt, wie man Phänomene aus Natur und Umwelt gezielt beobachtet und wie man Versuche und Experimente plant, durchführt und auswertet.

Dabei bietet die Eingangsklasse „MINT“ viel Abwechslung. Sei es durch die Untersuchung der Eigenschaften von Wasser, die Auseinandersetzung mit Wetterphänomenen, die Beobachtung von Pflanzen, Tieren und Insekten im Rahmen von Ausflügen oder handwerkliche Tätigkeiten beim Bau von Insektenhotels oder bei der Gestaltung von Vogelhäusern.

Im Mittelpunkt stehen die SchülerInnen als kritisch denkende sowie praktisch und kreativ handelnde Menschen, die in Gemeinschaft Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen.

 

Eingangsklasse „Welt“:

So vielfältig wie die Welt ist auch der dazu passende Eingangsunterricht, in dem gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und historische Themen behandelt werden.

Möglich wären beispielsweise die Geschichte Hamburgs, der Hamburger Hafen, Kinder aus anderen Ländern und Zeiten, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen, die Entstehung und Bewältigung von Konflikten, die Frage, wie man friedlich zusammenleben kann, Armut und Reichtum oder die Veränderung des Klimas und seine Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen.

Bei all diesen Themen sollen die SchülerInnen lernen, ihre Gedanken zu äußern, sich eine Meinung zu bilden, ihre Meinung mit Hilfe von Argumenten zu begründen sowie gemeinsam zu diskutieren und nach Lösungen für Probleme zu suchen.

 

Eingangsklasse „Englisch“:

In der Eingangsklasse „Englisch“ werden die Themen des regulären Englischunterrichts aufgegriffen, wiederholt, ergänzt und vertieft. Dies soll vorrangig gemeinsam und spielerisch geschehen, in Partner- oder Gruppenarbeit, mit Hilfe von Lernspielen und sowohl auf analoge als auch auf digitale Weise.

Dabei soll der englische Wortschatz erweitert und die Grammatik verbessert werden. Ziel ist ein Unterricht, in dem durchgängig Englisch gesprochen wird. Sei es, dass die SchülerInnen historische, gesellschaftliche und geographische Themen besprechen, eine photo story erstellen oder einen Song interpretieren.

 

Eingangsklasse „Kunst“:

In der Eingangsklasse „Kunst“ haben die SchülerInnen die Möglichkeit, kreativ zu werden und etwas Neues auszuprobieren. Sei es, dass sie malen, skizzieren, zeichnen, schraffieren, schattieren, frottieren, schneiden, kleben, basteln, lasieren, kratzen, sprühen oder töpfern – alles ist erlaubt.

Die SchülerInnen probieren sich zum Beispiel in der Origami-Kunst aus, erstellen Collagen, durchlaufen eine Manga-Werkstatt, zeichnen einen eigenen Comic, gestalten ihr Kinderzimmer im Schuhkarton, erleben StreetArt, fertigen Tonarbeiten an oder lernen klassische und zeitgenössische KünstlerInnen kennen.

 

Eingangsklasse „Sprache“:

In der Eingangsklasse „Sprache“ sollen bei den SchülerInnen die Freude an und die Auseinandersetzung mit deutscher Sprache gefördert werden. Es geht darum, dass die SchülerInnen viel sprechen, einander zuhören, lesen und schreiben. Dabei sollen ihre Kenntnisse in Deutsch ausgebaut, ihr Wortschatz erweitert und ihre Grammatik verbessert werden.

Dies geschieht auf abwechslungsreiche Weise, etwa durch kreatives Schreiben (Märchen, Gedichte, Berichte,…), Bildergeschichten, Vortragen von Gedichten, Lesen einer Lektüre, Vorbereitung und Durchführung eines Interviews, kleine Rollenspiele oder diverse Klang- und Sprachspiele.

 

Eingangsklasse „Gesundheit“:

Mark Twain soll im 19. Jahrhundert gesagt haben: „Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen.“ Heute ist unstrittig, dass Gesundheit unter anderem von zwei wichtigen Aspekten abhängt: von Ernährung und von Bewegung.

Dementsprechend haben die SchülerInnen in der Eingangsklasse „Gesundheit“ die Möglichkeit, etwas über körperliche und psychische Gesundheit, den menschlichen Körper und gesunde Ernährung zu lernen. Phasen der Bewegung werden immer wieder in den Unterricht mit eingebaut.

So kann der Unterricht auch an verschiedenen Orten stattfinden: im Klassenraum, in der Sporthalle und in der Schulküche.

Zentral ist dabei die (selbst-)kritische Auseinandersetzung der SchülerInnen mit dem eigenen Verhalten: Wie ernähre ich mich? Treibe ich Sport? Sitze ich zu viel vor dem Fernseher, dem Computer oder dem Handy? Wie gehe ich mit Stress um? Und schlafe ich eigentlich genug?